Am 29. Juni von 17.00 – 18. 30 Uhr findet eine Online Informationsveranstaltung zum Budget für Arbeit der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland – ISL e.V. in Kooperation mit dem NETZWERK ARTIKEL 3 unter dem Motto „Budget für Arbeit – wie geht das? statt.

Kassel/Berlin: Während das Budget für Arbeit bundesweit noch viel zu wenig genutzt wird, ist das Interesse an der Alternative zur Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen sehr groß. Zumindest hat dieses große Interesse das NETZWERK ARTIKEL 3 überrascht, das gestern am 13. April eine Online-Veranstaltung unter dem Motto "Es muss nicht immer Werkstatt sein - Budget für Arbeit nutzen" durchgeführt hat. Nachdem sich 100 Teilnehmer*innnen in die Veranstaltung eingeloggt hatten, konnten eine Reihe weiterer Interessierter nicht mehr am Zoomtreffen teilnehmen, weil die Online-Veranstaltung wegen Überfüllung geschlossen war.

Berlin: Am Vorabend der Werkstätten-Messe, die dieses Jahr online stattfindet, lädt das NETZWERK ARTIKEL 3 am Dienstag, den 13. April 2021 von 17:00 bis 18:30 Uhr zu einer Online-Veranstaltung ein, bei der aus verschiedenen Blickwinkeln über das Budget für Arbeit als Alternative zu einer Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen berichtet und diskutiert wird.

Winsen a. d. Aller (kobinet) Der Deutsche Bundestag hat in einem Entschließungsantrag die Bundesregierung aufgefordert, einen genaueren Blick auf die Entlohnung der behinderten Beschäftigten in Werkstätten für behinderte Menschen zu werfen. Mittlerweile wurde das Forschungsvorhaben vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales vergeben und gestartet. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul sprach mit Ulrich Scheibner von der virtuellen Denkwerkstatt - eine Allianz zukunftsorientierter Werkstattfachleute - über das System der Werkstätten und die Entlohnungspraxis. Ulrich Scheibner hat früher 25 Jahre lang als Geschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM) gearbeitet und weiß daher gut, wovon er spricht.

Bochum: Das Transfernetzwerk Soziale Innovation (s_inn) der Evangelischen Hochschule Rheinland Westfalen Lippe und das Bochumer Zentrum für Disability Studies (BODYS) laden zum ersten Vortrag im Rahmen der Online-Vortragsreihe „Behinderung in Zeiten von Corona“ am Donnerstag, den 5. November von 18 - 20 Uhr ein. Der Vortrag von Frieder Kurbjeweit trägt den Titel "Arbeit, Behinderung, Krise - Wie geht es weiter?"

Nürnberg: Die Bundesagentur für Arbeit hat einen Aktionsplan zur Inklusion veröffentlicht. Mit dem Aktionsplan Inklusion will die Bundesagentur für Arbeit ein starkes Signal für einen inklusiven Arbeitsmarkt setzen und dafür sorgen, dass die UN-Behindertenrechtskonvention vor Ort in den Dienststellen gelebt wird. Unter Mitwirkung zahlreicher Expert*innen hat die BA über 140 Maßnahmen in vier Handlungsfeldern identifiziert.

Der Aktionsplan wurde auch in Leichte Sprache übersetzt.

Link zum Aktionsplan der Bundesagentur für Arbeit

Köln: Der Personalkompass Inklusion hat in der Vergangenheit dazu beigetragen, dass sich mehr Betriebe über die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen informieren. Die darin enthaltenen Informationen haben geholfen, Arbeitsplätze behinderungsgerecht zu gestalten, Unterstützung bei Fragen der Förderung zu bekommen oder über Erfahrungen andere Unternehmen zu lesen, welche die Integration von Mitarbeitern mit Behinderungen bereits erfolgreich geschafft haben. Jetzt liegt der Personalkompass in einer aktualisierten und überarbeiteten Auflage vor.

Brüssel: Das Europäisches Parlament fordert eine bessere Teilhabe für behinderte Menschen am Arbeitsmarkt. Diese Woche stellte die Europaabgeordnete Katrin Langensiepen im Arbeits- und Sozialausschuss des Europäischen Parlaments den ersten Entwurf eines neuen Berichts zur Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf vor. Dieser kritisiert vor allem, dass die EU-Mitgliedstaaten den Verpflichtungen der UN-Behindertenrechtskonvention erkennbar nicht nachkommen.

Stuttgart: "Arbeit für Alle?! Wege in den inklusiven Arbeitsmarkt", so lautet der Titel eines Online-Fachgesprächs am Mittwoch, den 4. November von 9.30 -13.30 Uhr, zu dem das Stuttgarter Zentrum selbstbestimmt Leben einlädt. Schwerpunktthemen der Veranstaltung sind das Budget für Arbeit und das baden-württembergische Landesförderprogramm Arbeit Inklusiv. Es sollen gangbare Wege aufgezeigt werden, neue Lösungen gesucht, Anstöße gesetzt sowie positive Beispiele aus der Praxis vorgestellt werden.

Berlin: Einem Bericht des Informationsdienstes Heute im Bundestag zufolge haben alle Sachverständigen während der heutigen Anhörung im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages die von der Bundesregierung geplante Verdoppelung der steuerlichen Behindertenpauschbeträge gelobt.

Berlin: "Die Werkstatt für behinderte Menschen darf keine Einbahnstraße sein." Anlässlich des heutigen "Schichtwechsels“ in Berlin, bei dem Menschen mit und ohne Behinderungen für einen Tag ihren Arbeitsplatz tauschen, hat dies der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, bekräftigt und mehr Inklusion auf dem Arbeitsmarkt gefordert.

Köln: REHADAT ist das zentrale, unabhängige Informationsangebot zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Die Informationen richten sich an Betroffene und alle, die sich für ihre berufliche Teilhabe einsetzen. Es bietet auch die REHADAT-Rubrik "Gute Praxis". Diese beinhaltet viele Beispielen zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Sie verfügt über ein neues Layout und ist auch für mobile Endgeräte optimiert online gegangen.

Berlin: Von einer Lohneinheit in Ost- und Westdeutschland sind wir, wie Sören Pellmann, Leipziger Abgeordneter und Sprecher für Inklusion und Teilhabe der Bundestagsfraktion DIE LINKE feststellt, weit entfernt. Das manifestiert sich nach seinen Worten auch bei den Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Während die Differenz im Jahr 2014 noch 52,28 Euro betrug, wuchs diese bis in das Jahr 2018 auf 68,35 Euro an.

Berlin: Mit dem Inklusionspreis für die Wirtschaft 2020 wurden folgende vier Gewinner ausgezeichnet: die Porzellanfabrik Hermsdorf, Shuyao, die Matthias Hartmann Orthopädie und Sport und Zahntechnik Leipzig.

Mainz: Die für den 10. und 11. September an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz geplante INKLUSIVA 2020, die 3. Inklusionsmesse in Rheinland-Pfalz, findet aufgrund der aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie nun digital statt. Dies teilten die beiden Veranstalter'innen, die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Behinderter Rheinland-Pfalz (LAG Selbsthilfe) und das Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen Mainz (ZsL Mainz) mit. Das Budget für Arbeit, das es in Rheinland-Pfalz schon seit über zehn Jahren gibt, wird bei der Messe sicherlich auch eine Rolle spielen.

Bonn (kobinet) Zur Sicherung inklusiver Arbeitsplätze in gemeinnützigen Inklusionsunternehmen stellt die Aktion Mensch ab sofort eine weitere Corona-Soforthilfe in Höhe von insgesamt acht Millionen Euro zur Verfügung. Damit knüpft sie an die vorangegangenen Hilfen für Assistenzdienste und Lebensmittelversorger in Höhe von 40 Millionen Euro an. Mehrere tausend Arbeitsplätze in Inklusionsfirmen seiendurch die aktuelle Krise akut gefährdet, so seien laut der Aktion Mensch rund 350 gemeinnützige Inklusionsunternehmen aufgrund der Pandemie in akuter Notlage – bis zu 10.000 Arbeitsplätze in diesen Firmen könnten in Gefahr sein. Die Aktion Mensch will diese Unternehmen jetzt dabei unterstützen, die Beschäftigung der Mitarbeiter*innen mit und ohne Behinderung nachhaltig sicherzustellen.

Gelsenkirchen: Der Landschaftverband Westfalen-Lippe (LWL) weist in diesen Tagen auf ein gutes Beispiel in Sachen Integration auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt hin, um einen Anstoß zur Beschäftigung behinderter Menschen zu geben. "Marvin Kubitza hat den meisten Menschen etwas voraus: Er beherrscht die Kunst, schon bei Arbeitsbeginn im Verwaltungsgericht Gelsenkirchen gut gelaunt und motiviert zu sein. Für den 22-Jährigen ist das selbstverständlich: 'Ich habe hier ja auch einen super Job.' Der wiederum ist alles andere als selbstverständlich. Denn der junge Mann hat eine kognitive Beeinträchtigung", heißt es in dem Bericht.

Trier: Manche, die viel davon haben, verdienen ihr Geld im Schlaf. Andere bekommen einen Job, nachdem sie bei einer Veranstaltung eingeschlafen sind. So ging es zumindest Lukas Krämer bei einer Veranstaltung in Berlin. Heute arbeitet der ehemalige Werkstattbeschäftigte mit einem Budget für Arbeit bei der behindertenpolitischen Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Corinna Rüffer, und berichtet u.a. über YouTube zur Behindertenpolitik. Kritik an den Werkstätten bleibt dabei nicht aus, wie der in Trier erscheinende Volksfreund berichtet.

Berlin (kobinet) Lea Mattern von der Humboldt-Universität zu Berlin setzt sich in einem dreiteiligen Beitrag mit dem aktuellen Forschungs- und Diskussionsstand zum Budget für Arbeit auseinander. Die Beiträge wurden im Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht auf der Plattform www.reha-recht.de veröffentlicht und zur Diskussion gestellt.

München/Halle (kobinet) "Sie schrauben, sie fräsen, sie schneiden zu: Mehr als 300 000 Menschen arbeiten in Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Trotzdem soll es sich nicht um ein reguläres Arbeitsverhältnis handeln. Ist das fair?" Mit dieser Frage führt Natascha Holstein in ihren kurz vor Weihnachten erschienen Artikel in der Süddeutschen Zeitung ein. U.a. am Beispiel von André Thiel aus Halle, der seit Jahren für eine gerechte Bezahlung in den Werkstätten streitet, beleuchtet sie die Rahmenbedingungen in Werkstätten für behinderte Menschen.

Wiesbaden (kobinet) Knapp zwei Jahre nach Inkrafttreten der Regelungen zum Budget für Arbeit als Alternative zu einer Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt im Bundesteilhabegesetz halten sich die Zahlen der Personen, denen ein solches Budget für Arbeit bewilligt wurde, noch in Grenzen. Eine Anfrage der FDP im Hessischen Landtag förderte nun zu Tage, dass in Hessen Ende August 2019 55 Menschen das Budget für Arbeit erhielten. Demgegenüber stehen 17.600 behinderte Menschen in Hessen, die in Werkstätten für behinderte Menschen arbeiten.

BAYREUTH (kobinet) Breite Türen, Aufzug, Infomaterial in Brailleschrift und Leichter Sprache: Die Jugendherberge Bayreuth ist perfekt auf Gäste mit und ohne Behinderung eingestellt. Zudem sorgt ein inklusives Team aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dafür, dass der Herbergsbetrieb reibungslos läuft – und setzt gleichzeitig ein Zeichen für teilhabe im Alltag und in der Arbeitswelt.

BERLIN (kobinet) Das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA) am Institut der deutschen Wirtschaft (IW) veröffentlicht gemeinsam mit der Aktion Mensch e. V. den Ratgeber „Inklusion im Betrieb“. Ziel des Kooperationsprojektes ist es, Vorbehalte bei Personalentscheidern abzubauen und Unternehmen im gesamten Beschäftigungsprozess von Menschen mit Behinderung zu unterstützen.

BERLIN: Das am vergangenen Freitag durch die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) veranstaltete Job-Speed-Dating für Menschen mit Behinderungen sprengte alle Rekorde. Dem vierten Speed-Dating, welches für behinderte Menschen die Chance auf ein Bewerbungsgespräch erhöhen soll, folgten 21 Bewerberinnen und Berwerber sowie neun Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber ins Kleisthaus, dem Dienstsitz des Bundesbehindertenbeauftragten. Damit nahmen so viele Teilnehmende wie noch nie bei den Bewerbungsgesprächen im Minutentakt der ISL teil.

Berlin: Die Juristin Maria Henschel hat sich im Rahmen ihrer Tätigkeit für Rechtsanwalt Dr. Martin Theben intensiv mit dem Persönlichen Budget und dessen Verbindung zum Budget für Arbeit beschäftigt und dabei eine Reihe von rechtlichen Fragen erläutert Dabei geht sie abschließend auch auf die Frage der Rentenzahlungen und die beim Budget für Arbeit nicht vorhandene Arbeitslosenversichtung ein. Im folgenden werden einige Überlegungen von Maria Henschel zusammengefasst und der Link zu ihrer Ausarbeitung eingestellt.

Bonn: "Für Schüler*innen mit Förderbedarf scheint der Übergang in die Werkstatt vorprogrammiert. Doch gute Maßnahmen zeigen: Es geht auch anders. Bei den Werkstätten hat sich ebenfalls manches getan." Dies berichtet die Aktion Mensch in ihrem Newsletter und einem damit verbundenen Bericht, der eine Reihe von guten Beispielen für den Weg zu einer Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt statt in einer Werkstatt für behinderte Menschen aufzeigt.

Berlin/Bremen: Während das Budget für Arbeit bereits bundesweit seit 1. Januar 2018 gesetzlich im SGB IX als Alternative zur Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen verankert ist, wird es nach wie vor nur schleppend genutzt und kaum dafür geworben. Das NETZWERK ARTIKEL 3 fordert daher im Rahmen eines von der Aktion Mensch geförderten Projektes zu Alternativen zur Werkstatt, dass verstärkt bei Außenarbeitsplätzen geschaut wird, ob sich hieraus für behinderte Menschen sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze im Rahmen des Budgets für Arbeit schaffen lassen. Nun bekommt diese Idee Rückenwind aus dem Koalitionsvertrag für Bremen.

Kassel: Dass die im Sozialgesetzbuch IX mit der Verabschiedung des Bundesteilhabegesetz geschaffenen Regelungen zum Budget für Arbeit noch verbesserungsbedürftig sind, zeigt sich auch in der Beratungspraxis der ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB), wie Uwe Frevert von der Kasseler EUTB des Vereins Selbstbestimmt leben in Nordhessen (SliN) berichtet. Gerade das Thema, dass beim Budget für Arbeit derzeit keine Arbeitslosenbeiträge eingezahlt werden und deshalb nach Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses kein Anspruch auf Arbeitslosengeld besteht, bereitet einigen Ratsuchenden Sorgen, die auf keinen Fall zurück in die Werkstatt wollen.

Berlin: In ihrem Newsletter informiert die Fachstelle zur Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) u.a. über das Thema Budget für Arbeit und gibt für die Teilhabeberatungsstellen einen Überblick über das Thema.

Halle (kobinet) André Thiel aus Halle setzt sich schon seit vielen Jahren für die Inklusion auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt und eine gerechte Entlohnung in Werkstätten für behinderte Menschen ein. Hierfür hat er auch den Rechtsweg beschritten. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul sprach mit André Thiel über seine Erfahrungen in der Werkstatt für behinderte Menschen und seinen Kampf für Inklusion und eine gerechte Bezahlung.

Berlin: Was für die Bundesregierung zur Beantwortung von Anfragen von Abgeordneten des Deutschen Bundestages bisher anscheinend noch nicht möglich war, hat der SPIEGEL mittels einer Umfrage bei den einzelnen Bundesländern ermittelt. Die Rede ist von den konkreten Zahlen der seit dem 1.1.2018 bundesweit im Rahmen des Bundesteilhabegesetzes möglichen Nutzung eines Budgets für Arbeit als Alternative zu einer Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen. Der SPIEGEL-Bericht macht anhand des Beispiels einer Beschäftigungsmöglichkeit bei der Bundestagsabgeordneten der Grünen, Corinna Rüffer, zudem deutlich, wie schwer es Betroffenen und Arbeitgebern zuweilen gemacht wird, wenn sei ein Budget für Arbeit nutzen möchten.

Winnweiler­-Langmeil: Die Firma Mobotix AG in Winnweiler­-Langmeil beschäftigt bereits drei behinderte Menschen im Rahmen des Budget für Arbeit und plant die Einstellung drei weiterer Personen im Rahmen dieser Alternaitvförderung zur Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen auf sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen. kobinet-Redakteur Ottmar MIles-Paul sprach mit dem Schwerbehindertenvertreter der Firma über die bisherigen Erfahrungen und die Möglichkeiten und Nöte der Schwerbehindertenvertretungen in Betrieben.

Winnweiler-Langmeil: Mario Barth ist derzeit einer von drei Mitarbeitern, die in der Mobotix AG im rheinland-pfälzischen Winnweiler-Langmeil im Rahmen eines Budgets für Arbeit beschäftigt wird. Karsten Lutz, der als Fachkraft für betriebliche Inklusion in den Westpfalz-Werkstätten Landstuhl tätig ist, sprach mit Mario Barth, der dort seit über zehn Jahren arbeitet, über seine Arbeit und die Möglichkeiten des Budget für Arbeit.

Berlin; "Auf der Suche nach einem neuen Job? Wir bieten ein Job-Speed-Dating für Menschen mit Behinderungen an", darauf weist die Interessenvertretung Selbstbetimmt Leben in Deutschland (ISL) hin, die für ihr mittlerweile viertes Job-Speed-Dating noch behinderte Bewerber*innen im Bürobereich sucht. Am 19. September führt der Verband dazu ein Coaching in Berlin durch.

München / Bremen: Seit 1. Januar 2018 hat die Möglichkeit der Nutzung eines Budgets für Arbeit als Alternative zu einer Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen im Bundesteilhabegesetz bundesweit Gesetzeskraft. Gut 18 Monate nach Inkrafttreten dieser Bestimmung fragen sich nun einige, wie vielen Menschen dies nun ermöglicht wurde. Bayern hat mit der beeindruckenden Zahl von lediglich 18 Nutzer*innen des Budgets für Arbeit von insgesamt über 40.000 Werkstattbeschäftigten vorgelegt. Die kobinet-nachrichten fragen nun: "wer bietet weniger?"

Kassel: Roland Frickenhaus und Heinz Becker sind am 3. Dezember 2018 mit einem Offenen Brief an die Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM) und an die Werkstatträte Deutschland (WRD) an die Öffentlichkeit gegangen. Der mittlerweile von über 100 Organisationen und Einzelpersonen unterstützte Offene Brief mit der Kritik an der geäußerten Haltung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention durch Werkstätten, hat mittlerweile eine Reihe von Aktivitäten ausgelöst und gestern bei einem ersten Treffen zu einem Austausch zwischen verschiedenen Akteuren in diesem Bereich in Kassel geführt.

München: Gut 18 Monate nach Inkrafttreten der im Bundesteilhabegesetz bundesweit verankerten Förderungsmöglichkeit eines Budgets für Arbeit als Alternative zu einer Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen wird immer deutlicher, dass viel zu wenig dafür getan wird, dass behinderte Menschen dieses auch nutzen können. In Bayern sind es einem Bericht der Bayerischen Staatszeitung zufolge gerade einmal 18 behinderte Menschen, die mittlerweile das Budget für Arbeit nutzen.

Bremen: Während im Bundesteilhabegesetz die Höhe der Leistungen im Rahmen des Budgets für Arbeit als Alternative zur Werkstatt für behinderte Menschen begrenzt ist, haben einige wenige Bundesländer ihren Entscheidungsspielraum genutzt und höhere Sätze vereinbart, die an Arbeitgeber*innen gezahlt werden können. Bremen und Rheinland-Pfalz sind hier derzeit vorne, gefolgt von Bayern. Der Landesbehindertenbeauftragte von Bremen hat nun dargestellt, wie der höhere Satz in Bremen erreicht werden konnte.

Berlin: Vor kurzem hat der Deutsche Bundestag das Ausbildungsgeld erhöht und eine Anpassung des Arbeitsentgelts in Werkstätten für behinderte Menschen diskutiert und beschlossen. Die behindertenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Corinna Rüffer, hat sich während der Debatte besonders ins Zeug gelegt. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul führte mit ihr folgendes Interview darüber, was die Änderungen genau bedeuten und was eigentlich getan werden müsste.

Bremen: Während Bremen in Sachen schuliche Inklusion in den letzten Jahren einiges erreicht hat, klappt der Übergang behinderter Menschen von der Schule auf den allgemeinen Arbeitsmarkt häufig nicht. Die Folge: viele behinderte Menschen landen automatisch in Werkstätten für behinderte Menschen, bei denen die Vermittlungsquote nach wie vor unter einem Prozent liegen. Das macht ein über 12minütiger Fernsehbeitrag des Regionalmagazins buten un binnen von Radio Bremen deutlich, der am 11. Juni ausgestrahlt wurde und auf den die Inklusionsbotschafterin Diana Hömmen aufmerksam macht.

Berlin (kobinet) Beim Treffen der LIGA Selbstvertretung ging es gestern in Berlin auch um eine Bilanz der unabhängigen Teilahbeberatung (EUTB). Trotz so mancher Anlaufschwierigkeiten und Herausforderungen verwiesen die Mitglieder der LIGA auf eine Reihe von konkreten Erfolgen der über 500 neuen Beratungsstellen in Deutschland. Diese reichen von persönlichen Budgets, die Kund*innen der Beratungsstellen für sich mit deren Hilfe durchsetzen konnten, über eine verbesserte berufliche Teilhabe bis zur persönlichen Stärkung der Betroffenen.